Hosting Interchange on Nginx

A while back, Geert van der Spoel made a public statement about how to run Interchange on nginx, a very fine webserver which I like and use since a few years ago.

Geert's notes got me on track to finally attempt to abandon Apache for our Interchange hosting as well, and, although in a hurry, I converted my website to a similar scheme. As the way Geert interfaces to the Interchange stuff seemed too complicated to me, and since we do not have much traffic, I thought that there should be an easy way. Therefore, instead of creating a Perl-based FastCGI launcher, I simply perused the provided link programs, which I then start using fcgiwrap (thanks, Grzegorz!). Also, in contrast to earlier deployments, I wanted to stay within standard system configurations and packaging, too. Our URL configuration is such that all URLs go to Interchange, except for static images and such.

The relevant part of our nginx configuration now looks like this (Debian host):

# standard Debian location for Interchange
location ^~ /cgi-bin/ic {
    root        /usr/lib;
    fastcgi_pass unix:/var/run/fcgiwrap.socket;
    # this stuff comes straight from Geert:
    gzip off;
    expires off;

    set $path_info $request_uri;
    if ($path_info ~ "^([^\?]*)\?") {
        set $path_info $1;
    }

    include                     fastcgi_params;
    fastcgi_read_timeout        5m;
    # name your shop's link program:
    fastcgi_index               /cgi-bin/ic/shop1;

    fastcgi_param SCRIPT_NAME /cgi-bin/ic/shop1;
    fastcgi_param SCRIPT_FILENAME /usr/lib/cgi-bin/ic/shop1;
    fastcgi_param PATH_INFO $path_info;
    fastcgi_param HTTP_COOKIE $http_cookie;
}

Enjoy!

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Leistungsschutzrecht?

Leistungsschutzrecht: Nein Danke!

Aus Zeitmangel weise ich heute nur kurz auf das geplante Leistungsschutzrecht hin, das enormes Schadpotential hat, indem es gleich mehrere grundsätzliche Mechanismen, wie Webseiten funktionieren, und wie man im Internet zusammenarbeitet, de facto abschaffen würde - wenn es kommt, was für den Herbst diesen Jahres vorgesehen ist. Zu den abzuschaffenden Mechanismen gehören mindestens

  • das Zitat, und
  • das Verlinken anderer Webseiten

Das Zitat wird deswegen de facto verboten, weil fast jedes Weblog nach dem derzeitigen Stand als "gewerblich" gelten dürfte, und damit sind Zitate aller Art und jeder Länge im Prinzip lizenzpflichtig und damit abmahnfähig.

Das Verlinken wird dem Zitat gleichgestellt und ist daher aus den gleichen Gründen kaum noch tragbar. Nur welchen Sinn haben Webseiten, die nicht verlinken, und die auch nicht mehr verlinkt werden?

Meine Bewertung dieser Gesetzesinitiative lautet wie folgt:

Das Leistungsschutzrecht öffnet kommerziell motivierter Zensur Tür und Tor und macht, unter anderem, Weblogs zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko.

Selbst dieses Weblog hier, welches kaum Inhalte hat, scheint nach meiner bisherigen Einschätzung betroffen zu sein, und Weblogs, die weniger autistisch geführt werden, dürften sich gleich ganz erübrigen, weil die Betreiber einfach nicht darauf verzichten können, einen fremden Text zu zitieren. Fragen Sie sich selbst: Wie oft finden sich Artikel der Art "XY hat das hier gesagt: Zitat..., aber ich meine dazu Folgendes: ...". Und was wäre das Internet, wenn dort nicht mehr in derartiger Weise diskutiert werden könnte?

Weiterführender Link:

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Secure Boot Disaster Made By Fedora and Microsoft

Heute lese ich, daß Fedora einen Mini-Bootloader mit Microsoft-Zertifikat ausliefern will, so daß man Fedora 18 gemeinsam mit Windows 8 auf einem Computer betreiben kann.

Wie schon an vielen anderen Stellen erklärt wurde, hat diese spezielle Form von Sicherheit einen erheblichen Nachteil für alle Benutzer:

Man kann nur noch signierte Software booten.

Das bedeutet im Klartext:

  • Das Einspielen von Sicherheitsupdates für den Betriebssystemkern, das erfahrungsgemäß alle paar Wochen fällig ist, wird stark erschwert bis unmöglich gemacht, je nachdem, ob ein Weg gefunden wird, einen jeweils neuen Bootloader, dessen Signierung bezahlt werden muß, zu installieren.
  • Ein Systemupgrade wird nicht mehr funktionieren.
  • Ein Kernelupgrade, um etwa an neue Treiber zu kommen, wird nicht mehr funktionieren.
  • Ein selbstgebauter Kernel mit geänderten Optionen wird nicht mehr funktionieren. Solche Kernel erstelle ich aus beruflichen Gründen für interessierte Anwender, ebenso wie viele andere Dienstleister, etwa, um neue Hardware zu testen.
  • Es wird auf die angekündigte Weise wenn überhaupt, dann nur mit Fedora funktionieren, aber mit keiner anderen Distribution wie etwa Debian, Ubuntu, oder OpenSuSE. Benutzer von weniger verbreiteter Software, beispielsweise einer BSD-Variante, sind ganz aufgeschmissen.
  • Rettungs-CDs werden aus dem gleichen Grund nicht mehr funktionieren.

Unter dem Strich kann man das Problem so zusammenfassen:

Sie werden enteignet, indem Ihnen die Kontrolle über Ihren PC entzogen wird.

Das intendierte Verfahren stellt daher nicht weniger als einen Verrat (mindestens) seitens RedHat und Fedora gegenüber dem Rest der Linux-Gemeine dar, da der Erpressung seitens Microsoft nur gemeinsam mit Aussicht auf Erfolg entgegengetreten werden kann. Es siegt also vermutlich die größere Kriegskasse, nicht die bessere Technik und die bessere Zusammenarbeit, wie es bislang in der Szene der Freien Software bislang üblich war.

Außerdem werden damit für jeden Computer, der unter Linux läuft, regelmäßig Zahlungen an Microsoft fällig, wenn der Computer weiterlaufen soll (derzeit sind $99,- für jede Signierung, etwa für Sicherheitsupdates erforderlich). Muß man Microsoft die Kontrolle über den Preis, eine Linux-Maschine zu betreiben, in die Hand drücken?

Lassen Sie uns dieser Enteignung gemeinsam entgegentreten (Englisch).

Links:

FSFE (Deutsch)

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ITU im Internet? Nein Danke!

Noch in den Achtzigern waren die ISO-Jungs, die uns von X.500, dem großen Bruder von LDAP, zu dessen Betrieb allerdings mindestens ein kleiner Mainframe erforderlich war, X.400, wo man damals schon Emails für 50 Pfennig oder so - pro á 10kB - an Leute mit so schönen Adressen wie etwa c=US;a=;p=PoseyEnterprises;o=SouthCarolina;s=Posey;g=Brien verschicken konnte, und ähnlich nützlichen, vor allem aber teuren, Dingen vorgeschwärmt haben, der Meinung, das Internet sei nur ein kleines Strohfeuer, das bald im selbst verursachten Chaos untergehen würde. Wie wir alle wissen, fand diese Einschätzung damals in der Bevölkerung keine Mehrheit, so daß X.400 und Co. heute nur noch in Nischenanwendungen zu finden sind, wo es eben auf Geld nicht unbedingt ankommt. Diesem Chaos muß natürlich irgendwie entgegengewirkt werden, und auch im Internet müssen wieder Zucht, Ordnung, und das obligatorische Zoll- und Mauthäuschen aufgebaut werden. Es ist ja bekanntermaßen ein Unding, daß eine Mail nach Übersee genauso billig wie eine ins Nachbardorf ist, und daß jemand so einfach eine Emailadresse nach eigenem Gusto einrichten kann, statt sich diese - zumindest damals nur in bestimmten Formen, die den Wohnort und/oder Arbeitgeber des Antragstellers genau bezeichnen - erst beantragen und beglaubigen lassen zu müssen, das kann ja unmöglich ein Dauerzustand sein. Oder etwa doch?

Jedenfalls hat die Organisation, die damals diese hervorragenden Vorschläge zur strukturierten Kommunikation erarbeitet hat, kürzlich einen neuen Anlauf zur Eindämmung des Chaos in der Datenkommunikation unternommen und jetzt erklärt, daß sie allein prädestiniert sei, die Aufsicht über das Internet zu übernehmen. Und natürlich, daß dies eine eilige Angelegenheit sei, die keinen weiteren Aufschub dulde.

Dieser Einschätzung kann ich mich ganz und gar nicht anschließen, sondern ersuche die Leser dieser Zeilen darum, sich stattdessen möglichst gegen derartige Vorschläge (siehe Linkliste unten) zu engagieren, denn sonst ist der Tag, an dem man auch im Internet endlich Roaming-Gebühren nach Art von Handy-Telefonaten zahlen darf, dafür aber öfter eine Seite mit Stopschild - natürlich nur zu unser aller Sicherheit - zu sehen bekommt, nicht mehr weit.

Danke!

Hier sind ein paar Links von anderen Leuten, die schneller als ich waren, ohne jede Wertung:

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ICS on HTC Vision (aka Desire/Z)?

It looks like several people are severely unhappy with HTC's attitude towards ICS on their Vision device - at least, I am, and so are a number of petitioners on the web site mentioned below. Unfortunately, the fine folks at Cyanogenmod don't seem to make any progress, either, but at least, petitioning could be more focussed. So let's at least unify all petitions with that concern to build enough thrust:

Can we do the math to say that there are a total of more than 4.500 users to support this issue, and that nothing is to be gained if those are all spread across different petitions?

Ok, maybe there are duplicates (likely), but I'd say that awareness really should be raised.

And FWIW, vendors who don't at least don't stand in the way of easy updates by third parties should not get further sales. Imagine you could not update your PC because the vendor locked the device down to make it (too) hard for you.

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Christianity Promotes Science, Right?

I keep hearing that Christianity is what created a strategic advantage by promoting scientific progress in the West. Today, I stumbled over the following illustration that highlights this issue in graphical terms:

Christianity and Science

(original source)

As for claims that all significant libraries were located in monasteries:

Nothing beats claiming to promote science if you killed all non-believers first and prohibit the general people from even learning to read.

I guess I'll keep advocating Atheism for a while...

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